Tal des Wassers

Der Kurpark strahlt in neuem Glanz

Der Kurpark strahlt in neuem Glanz

Im Mittelpunkt der Landesgartenschau steht der historische Kurpark. Seine außergewöhnliche Lage mit zwei Tälern, die geschützt unterhalb bewaldeter Hügel liegen und direkt in das angrenzende Naherholungsgebiet führen, bietet ein einmaliges Potential für die Ausstellung. Das Münchner Büro „lohrer.hochrhein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner“ gewann im Dezember 2013 den dafür europaweit ausgelobten Ideen- und Realisierungswettbewerb. Das Konzept mit dem Titel „Valle d'aqua – Tal des Wassers“ entwickelt besonders gut die bestehenden Qualitäten des Geländes weiter, das den Blick des Betrachters immer wieder zwischen Stadt und Landschaft, zwischen Weite und dichtem Grün wechseln lässt.

Ein zentraler Aspekt des Ausstellungskonzeptes ist das Wasser, das die Parklandschaft gliedert. Die Ausstellung greift die Quellen und Brunnen der Kurstadt auf, die zum Teil neu gefasst wurden. Ergänzt werden sie durch den nach historischem Vorbild umgestalteten Kurparkweiher, aber auch durch unterschiedlich akzentuierte Wasserlandschaften, bestehend aus Moorseen, Wiesenbäche oder Wassernebel. Der in den 1930er Jahren zuletzt überholte Kurpark ist in enger Anlehnung an das Parkpflegewerk saniert worden. Dabei wurden Wegerondelle und Alleen wiederhergestellt, Blickachsen geschaffen und Verweilbereiche neu gestaltet.

Der Park erhält nach den Plänen der Landschaftsarchitekten auch eine neue Anbindung an die Stadt. Die neue Kurterrasse geht fließend in den Landschaftspark über und öffnet den Blick in Richtung Stahlbad und Kurhaus. Der Besucher soll, ohne dass die Straße „Am Kurpark“ eine Barriere bildet, ins Grün hineingezogen werden. Geht er am Stahlbad ein paar Schritte weiter, dann betritt er durch die ebenfalls umgestaltete Wandelhalle die offene Parklandschaft.

Die temporären Einbauten für die Landesgartenschau beschränken sich auf wenige, klar abgegrenzte Areale wie etwa das Gärtnereigelände, auf dem der Mehrgenerationengarten entsteht. Der Kurparks soll schließlich auch über die Ausstellung hinaus Anziehungspunkt für Bad Schwalbacher und Touristen bleiben.