Der Kurpark

Ein Park voller Leben

Im Mittelpunkt der Landesgartenschau steht der historische Kurpark, der einst als Landschaftspark angelegt war. Nach einem halben Jahrhundert der notdürftigen Pflege war er allerdings verwildert und zeigte eher Waldcharakter. Ein Park ist ein Kulturgut. Um dieses zu erhalten, bedarf es der regelmäßigen Pflege, aber auch der Erneuerung von Gehölzen. Dies war nicht geschehen. Von der ursprünglichen Idee des Landschaftsparks war wenig erhalten geblieben, zudem war durch Ein- und Umbauten eine Trennung zwischen der Stadt und ihrem Park entstanden.

Die Hauptaufgabe des Münchner Büros „lohrer.hochrhein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner“ bestand daher darin, den historischen Kurpark mit seinen Baumalleen und Wegeführungen wiedererstehen zu lassen. Bei der Sanierung verfolgten die Planer vor allem die Idee, die Verbindung zwischen Stadt und Park wiederherzustellen. Dabei ging es nicht darum, Historisches eins zu eins wieder herzustellen, sondern immer unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes eine moderne, zeitgemäße Umsetzung zu schaffen, damit die Bürger mit ihren heutigen Bedürfnissen den Park ebenso gerne wieder nutzen wie ihre Vorfahren. Denn der Park soll auch nach der Landesgartenschau kein erstarrtes Ausstellungsobjekt sein, sondern vielfältig von den Bad Schwalbachern bespielt werden. Die durch die Sanierung geschaffenen Einbauten sind geeignet, um auch künftig kulturelle, spielerische und sportliche Aktivitäten im Kurpark zu installieren. Auf diese Weise wird er zu einem neuen Zentrum der Bürger und damit zu einem wichtigen Element der Stadtentwicklung.